Von Flossen zu Paddeln – Die TG-Leck erobert die Treene
Dass wir als Taucher Wasser mögen, dürfte allgemein bekannt sein. Dass sich darauf aber auch fortbewegt werden kann, ohne vorher abzutauchen, wollten wir bei unserem diesjährigen Sommerfest einmal genauer untersuchen. Und so tauschten wir am Samstag, den 22. August 2026, Flossen, Jacket und Atemregler gegen Paddel und Kanu.



Das Ziel: von Langstedt nach Hünning über die Treene – rund 11 Kilometer Natur, Wasser und Abenteuer.
Bereits um 09:00 Uhr traf sich die wassererprobte Truppe der TG-Leck an der Einsetzstelle in Langstedt. Nach der Verteilung auf unsere 7-Kanu-Flotte, dem Verstauen von Proviant und allem, was besser trocken bleiben sollte, hieß es gegen 09:45 Uhr: Leinen los – volle Paddelkraft voraus!
Damit begann der aktive und sportliche Teil unseres Sommerfestes – dieses Mal oberhalb der Wasseroberfläche.
Auch das Wetter sorgte dafür, dass wir unsere Fähigkeiten als Wassersportler unter Beweis stellen konnten. Der Samstag präsentierte sich typisch norddeutsch: überwiegend wolkig mit Sonne, bei entspannten 11 bis 17 Grad und einer kleinen Erfrischung von oben. Aber bekanntlich gibt es für Wassersportler kein schlechtes Wetter – höchstens unpassende Kleidung.



Die Treene – Natur pur mit eingebautem Hindernisparcours
Schon nach den ersten Paddelschlägen zeigte sich, warum die Treene ein so schönes Kanurevier ist. Der kleine Fluss schlängelt sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Wiesen, Feldern, Waldstücken und ursprünglicher Flussaue.
Zeit zum entspannten Dahingleiten gab es reichlich – allerdings sollten dabei die Augen stets offengehalten werden. Denn gleich fünf Brücken wollten unterquert werden. Vier davon ließen sich noch mit klassischer Paddeltechnik bewältigen.
Bei einer hieß es dagegen: Köpfe einziehen – und zwar richtig!
Hier wurde kurzerhand die aerodynamische TG-Spezialtechnik angewandt: flach ins Kanu legen, Bauch einziehen und darauf vertrauen, dass die Brücke genauso hoch ist, wie sie beim Heranfahren aussah.
Auch die eine oder andere tückische Flachstelle verlangte Aufmerksamkeit. Wer sie früh genug erkannte, konnte elegant drumherum manövrieren. Wer sie übersah, durfte feststellen, dass ein Kanu durchaus auch als Einkaufswagen funktioniert: Aussteigen, anschieben und hoffen, dass niemand fotografiert.
Dazu kamen tiefhängende Äste, die offenbar großes Interesse an unseren Paddlern zeigten und immer wieder versuchten, auf Tuchfühlung zu gehen.
Die Natur hatte ebenfalls einiges zu bieten. Eine Entenfamilie, zahlreiche Fische und die wunderschöne Landschaft entlang der Treene begleiteten uns auf unserem Weg. Daneben gab es einige eher ungewöhnliche Fundstücke zu entdecken: Eine Sonnenbrille und sogar eine Jacke zeugten davon, dass frühere Kanuabenteurer auf der Treene offenbar nicht nur bleibende Erinnerungen mitgenommen, sondern auch das eine oder andere Andenken dagelassen hatten – stille Zeugen vergangener Paddelabenteuer.
Auch wollten zwei unserer Teilnehmer offenbar genauer wissen, was die Treene nicht nur über, sondern auch unter der Wasseroberfläche zu bieten hat.
Inna und Ayman bewiesen kurzerhand, dass echte Taucher selbst bei einer Kanutour ihrem Element treu bleiben. Eine kleine Kenterung bescherte den beiden eine ungeplante, aber durchaus stilechte Erfrischung.

Damit war zumindest eine wichtige Frage des Tages eindeutig beantwortet: Kann ein Sommerfest der TG-Leck tatsächlich ganz ohne Abtauchen stattfinden?
Die Antwort: Natürlich nicht!
Halbzeit – Stärkung muss sein
Etwa auf halber Strecke legte unsere Flotte eine kurze Rast ein. Bei kleinen Snacks und Getränken, bereitgestellt von den Streckenposten Iris, Inge und Sabine, wurden Energiereserven aufgefüllt, bisherige Paddelstrategien analysiert und vermutlich auch die eine oder andere Geschichte der ersten Etappe bereits ein wenig ausgeschmückt.






Anschließend ging es auf die zweite Etappe Richtung Hünning. Mit inzwischen deutlich verfeinerter Paddeltechnik, geschärftem Blick für Untiefen und respektvollem Abstand zu besonders kontaktfreudigen Ästen meisterte die TG-Flotte auch die restlichen Kilometer.
Gegen 14:00 Uhr erreichten schließlich alle Kanus die Aussetzstelle in Hünning.






Elf Kilometer Treene geschafft – Crew und Material vollständig angekommen.
Was will man mehr?
Von Hünning nach Schafflund – jetzt wurde es gemütlich
Nach dem sportlichen Teil ging es weiter nach Schafflund zu Inge und Julia, wo der zweite Teil unseres Sommerfestes auf uns wartete.
Und spätestens jetzt wurden die Paddel endgültig gegen Kuchengabel und Grillbesteck getauscht.





Bei Kuchen, Grillen und geselligem Beisammensein ließen wir den Tag gemeinsam ausklingen. Auf dem Buffet fand sich wieder alles, was ein ordentliches TG-Sommerfest braucht: allerlei leckere Mitbringsel unserer TGler und natürlich Bestes vom Grill, fachgerecht zubereitet von den Grillmeistern Finn und Mattis.



Ein ganz besonderes Dankeschön geht an unsere Gastgeber Inge & Julia, die uns für diesen gemütlichen Teil aufgenommen haben, sowie an unser großartiges Orga-Team bestehend aus Inge und Dieter. Superklasse – vielen Dank euch allen!
Und natürlich ebenso ein großes Dankeschön an unsere Grillmeister und an alle TGler, die mit ihren Buffetbeiträgen dafür gesorgt haben, dass garantiert niemand hungrig nach Hause gehen musste.






Der Sterneregen des TG-Sommers 2026
Über Schafflund ging ein ganz besonderer TG-Sterneregen nieder.
Den Anfang machte Marzena, die für ihren 1. Stern von Maik geehrt wurde und unter verdientem Applaus ihr entsprechendes TG-Sterne-T-Shirt überreicht bekam.

Auch Dean durfte sich über seine Ehrung freuen – wenn auch in Abwesenheit. Für das Bestehen seines 2. Sterns wartet nun ebenfalls das passende TG-T-Shirt auf seinen neuen Besitzer.


Und dann gab es noch eine Überraschung:
Alexandra wurde für ihren 3. Stern von Dieter geehrt. Eine Leistung, die angesichts der anspruchsvollen Prüfung besondere Anerkennung verdient. Entsprechend groß war die Freude, als auch sie ihr 3-Sterne-TG-Shirt überreicht bekam.

Herzlichen Glückwunsch euch dreien zu euren erbrachten Erfolgen!
Der Wanderpokal wandert weiter
Mit unseren drei frisch geehrten Stern-Absolventen Marzena, Dean und Alexandra war zugleich ein ganz besonderes Trio komplett: unser neues 3-2-1-Sterne-Team.
Und damit stand auch fest, wer in diesem Jahr den TG-Wanderpokal übernehmen durfte. Doch wie es sich für diesen besonderen Pokal gehört, bringt die Auszeichnung nicht nur Ruhm und Ehre mit sich, sondern auch eine schöne Aufgabe:
Das 3-2-1-Sterne-Team darf das Sommerfest 2027 ausrichten!



Der Staffelstab ist damit übergeben – und wir dürfen schon jetzt gespannt sein, welches Abenteuer sich Marzena, Dean und Alexandra für uns einfallen lassen.
Ein Sommerfest, wie es zur TG-Leck passt
Am Ende bleibt ein Tag mit vielen schönen Erinnerungen: rund 11 Kilometer Treene, sieben Kanus, jede Menge Natur, eine kleine Badeeinlage, reichlich gutes Essen und vor allem viele gemeinsame Stunden.
Ein Sommerfest, bei dem einmal mehr deutlich wurde, dass unsere Tauchgemeinschaft eben nicht nur unter Wasser hervorragend funktioniert.
Vielen Dank an alle Organisatoren, Helfer, Gastgeber, Grillmeister, Buffetbestücker, Paddler, Sterneträger und natürlich an alle TGler, die diesen Tag gemeinsam zu dem gemacht haben, was er war.






Schön war’s – und eines steht fest: Ob über, auf oder unter Wasser – die TG-Leck findet immer einen Weg, gemeinsam Spaß zu haben!
In diesem Sinne: Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel – und wenn das nicht reicht, haben wir ja gelernt, wie geschoben wird.
